Was ist normaler Federverlust bei Hühnern? Ursachen, Bedenken und Maßnahmen

Feather Loss in Chickens

Federverlust bei Hühnern kann völlig normal sein – oder ein Anzeichen für etwas Ernsthafteres. Indem Sie sich über die häufigsten Ursachen und die entsprechenden Maßnahmen informieren, können Sie dafür sorgen, dass Ihre Herde gut aussieht und sich wohlfühlt.

Hühner sind mit Tausenden von Federn bedeckt, und es ist völlig normal, dass ab und zu einige ausfallen. Aber wie erkennt man, wann Federverlust harmlos ist … und wann er ein Anzeichen für etwas Ernsteres sein kann?

In diesem Leitfaden erklären wir warum Hühner Federn verlieren, was normal versus abnormal ist und wie Sie Ihren Bestand während der Mauser und darüber hinaus unterstützen können.

Die zwei Arten von Federverlust: physiologisch vs. pathologisch

  • Physiologischer Federverlust ist natürlich (wie Mauser oder Brutverhalten).

  • Pathologischer Federverlust ist vermeidbar und wird durch Stress, Parasiten oder Verletzungen verursacht.

Den Unterschied zu kennen ist entscheidend, um Ihre Hühner gesund und stressfrei zu halten.

1. Federverlust durch Paarung

Wenn Sie einen Hahn haben, ist Federverlust am Rücken oder Hals eines Huhns oft auf die Paarung zurückzuführen. Während des Aktes greift der Hahn die Rückengefieder- und Halsfedern des Huhns mit Schnabel und Sporen, was zu kahlen Stellen führen kann.

Lösung:

Verwenden Sie einen Hühnersattel, um die Federn zu schützen. Diese Stoffüberzüge laufen unter den Flügeln durch und schützen empfindliche Bereiche.

2. Dominanzpicken in der Herde

Fehlen Federn am Kopf, Hals oder Kloakenbereich? Ihr Huhn könnte niedrig in der Hackordnung stehen. Hühner zeigen Dominanz durch Picken – besonders bei der Einführung neuer Hühner in die Herde.

Lösung:

  • Verwenden Sie Anti-Pick-Spray, um Federpicken zu verhindern.
  • Isolieren Sie den Täter eine Woche lang in einem Käfig, um die Herdenhierarchie zurückzusetzen.

3. Stress- oder Langeweilepicken

Hühner müssen scharren, picken und ihre Umgebung erkunden. Können sie das nicht, picken sie aus Frustration manchmal ihre Artgenossen und verursachen sogar Verletzungen.

Lösung:

  • Bieten Sie ausreichend Auslauf im Freien.
  • Bieten Sie Beschäftigung: Sitzstangen, Sandbäder, Scharrmaterialien und neue Gegenstände.
  • Sichern Sie den Bereich vor Raubtieren, um Angst zu reduzieren.

4. Brutverhalten und eigenes Federpicken

Brütende Hühner zupfen oft die eigenen Brust- und Bauchfedern, um Brutflecken zu schaffen – kahle Hautstellen, die die Eier warm halten.

Gute Nachrichten: Dies ist völlig natürlich. Die Federn wachsen nach der Brutphase, meist im Herbst, wieder nach.

5. Parasiten (Läuse & Milben)

Häufige federfressende Parasiten:

  • Hühnerläuse: Hinterlassen Eier an der Federbasis.
  • Rote Vogelmilben: Graben sich in die Federachse und verursachen starken Juckreiz.

Lösung:

  • Federn auseinanderziehen, um nach Eiern oder kriechenden Insekten zu suchen.
  • Konsultieren Sie einen Tierarzt oder Geflügelhändler für geeignete Behandlungen.
  • Verwenden Sie niemals Produkte für andere Tiere bei Hühnern ohne tierärztlichen Rat.

Hühner sind Nutztiere – die Verwendung nicht zugelassener Produkte kann Eier oder Fleisch kontaminieren.

6. Federverlust durch Raubtiere oder Verletzungen

Wenn Ihr Huhn plötzlich eine große kahle Stelle hat, besonders an der Seite, kann dies auf einen Angriff durch Raubtiere zurückzuführen sein. Hühner sind „lose gefiedert“, sodass sie mit nur wenigen verlorenen Federn entkommen können.

Lösung:

Stärken Sie den Auslauf und den Stall, um Raubtiere wie Hunde und Füchse fernzuhalten.

7. Schlechte Ernährung oder Wassermangel

Stresslinien oder brüchige Federn, die leicht brechen, können auf Mangelernährung oder Dehydrierung hinweisen. Unzureichendes Eiweiß oder wichtige Nährstoffe führen zu schlechter Gefiederqualität.

Lösung:

  • Geben Sie ausgewogenes Legehennenfutter mit ausreichend Eiweiß.
  • Bieten Sie Aminosäure-Ergänzungen während der Mauser an.
  • Stellen Sie jederzeit sauberes Wasser bereit.

Letzte Tipps für gesundes Gefieder

  • Halten Sie den Stall sauber, um Parasiten zu vermeiden.
  • Beobachten Sie das Verhalten der Herde, um Probleme frühzeitig zu erkennen.
  • Geben Sie mausernden Hühnern zusätzlich Eiweiß, um das Federwachstum zu unterstützen.
  • Reduzieren Sie Stress durch eine ruhige, bereicherte Umgebung.
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